Zilcher, Hermann, deutscher Komponist, geboren am 18. August 1881 zu Frankfurt am Main, Sohn des Komponisten Paul Zilcher, Schüler seines Vaters (Klavier) und des Hoch’schen Konservatoriums (Kwast, Scholz, Knorr), erhielt 1901 den Mozartpreis für Komposition und ging im Herbst dieses Jahres nach Berlin, von wo aus er verschiedene Konzertreisen nach Spanien, Skandinavien und so fort mit Petschnikoff, von Vecsey und anderen unternahm und seinen Namen als Klavierspieler begründete. Im Juli 1905 kam er als Lehrer an das Hoch’sche Konservatorium, im Herbst 1908 an die Akademie der Tonkunst nach München, wo er als Professor (erst für Klavierspiel, dann für Komposition) wirkte; seit 1920 ist er Direktor des Konservatoriums in Würzburg. Er ist einer der hervorragendsten deutschen Komponisten, halb Brahmsischer Nachfolge, halb neuromantischer und klang-impressionistischer Richtung.
—Quelle: Das Neue Musiklexikon, nach dem Dictionary of Modern Music and Musicians, herausgegeben von A. Eaglefield-Hull, übersetzt und bearbeitet von Alfred Einstein. Max Hesse’s Verlag, Berlin W 15. (1926)



