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Perspectivas históricas: Erwin Schulhoff

Schulhoff, Erwin, böhmischer Pianist und Kom­ponist, geboren am 8. Juni 1894 zu Prag, Urgroß­neffe des Pianisten Julius Schulhoff (1825-1898); mütter­licher­seits Enkel von Konzert­meister Heinrich Wolff, studierte auf An­raten von Anton Dvorák Klavier bei Heinrich Kàan von Albest in Prag, besuchte 1902-04 das Prager Kon­serva­torium und war 1904-08 Schüler von Willy Thern (Klavier) in Wien, 1908-10 des Leipziger Kon­serva­toriums (Teichmüller, Krehl, drei Monate auch bei Reger), 1910-14 das Kölner Kon­serva­toriums (Uzielli, Friedberg, Steinbach, Bölsche), wo er 1913 den Mendels­sohn-­Preis für Klavier­spiel errang, wie 1918 an der Berliner Hoch­schule mit seinem op. 22 den­selben Preis für Kom­position. Schulhoff steht als aus­gezeich­neter Pianist aus­schließ­lich im Dienst der Pro­paganda modernster Kunst aller Länder; als Komponist als welcher er, trotz seiner reichen Schul­erfahrung, als Auto­didakt zu gelten hat, strebt er nach reinster Expression (Naturalismus) und pflegt die Groteske.

—Fuente: Das Neue Musiklexikon, desde Dictionary of Modern Music and Musicians, pub. A. Eaglefield-Hull, traducido y editado por Alfred Einstein, ed. Max Hesse, Berlin 1926