Christian Ernst Graaf wurde in Rudolstadt geboren. Graaf wurde von seinem Vater Johann Graf ausgebildet, dem er 1745 im Amt des Hofkapellmeisters in Rudolstadt nachfolgte. Seit 1762 war er Kapellmeister in Den Haag, von 1759 bis 1790 Hofkapellmeister von Anna von Hannover und Willem V.
Neben Violinsonaten, Triosonaten und Streichquartetten komponierte Graaf Quintette für Flöte und Streichquartett und Fabeln für Singstimme und Klavier — 25 Fables dans le goût de la Fontaine, pour le Chant et le Clavecin. 1782 erschien Graaf’s Proeve over de Natuur der Harmonie. Graaf’s Lied “Laat ons juichen batavieren” diente Mozart als Vorlage für seine Variationen KV 24. Das “Duetto à Violino e Violoncello” wurde wahrscheinlich nie veröffentlicht und liegt als Kopie der Handschrift vor.
Toch, Ernst, österreichischer Komponist, geboren am 7. Dezember 1887 zu Wien, studierte Medizin und Philosophie und bildete sich in der Musik durchaus autodidaktisch, errang aber 1909 das Mozart-Stipendium; 1910 das Mendelssohn-Stipendium und viermal nacheinander den österreichischen Staatspreis für Komposition. Seit 1909 lebte Toch in Frankfurt am Main und bildete sich unter Willi Rehberg zum Pianisten. 1913 ging er nach Mannheim als Lehrer an die von Karl Zuschneid geleitete Hochschule für Musik, an die er nach dem Kriege zurückkehrte, aber sie bald wieder verließ. Er lebt seitdem als privater Lehrer der Komposition in Mannheim. 1921 promovierte er zum Dr. philosophicus mit Beiträgen zur Stilkunde der Melodie (mit dem Titel Melodielehre, Berlin 1923, Hesse). Als Komponist ist er einer der beweglichsten und erfindungsreichsten Begabungen der “Neuen Musik”, voll musikantischer Frische und Temperament, ohne negativ parodistische Ader und ist aus einer anfänglichen Stimmungs- und Geschmackskunst zu immer freierer und sicherer Ausdrucksmusik gelangt.
—Quelle: Das Neue Musiklexikon, nach dem Dictionary of Modern Music and Musicians, herausgegeben von A. Eaglefield-Hull, übersetzt und bearbeitet von Alfred Einstein. Max Hesse’s Verlag, Berlin W 15. (1926)
Hörbeispiel — Ernst Toch
Divertimento für Violine und Violoncello Op. 37, 1: Flott
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